Basilikum

Basilikum pflanzen – die besten Tipps!

Ob im Topf oder im Kräutergarten – Andrea Heistinger und Arche Noah zeigen in ihrem neuesten Buch „Kräuter richtig anbauen“, wie dieses wärmeliebende Kraut am besten gedeiht. Basilikum pflanzen wie ein Profi: Verwandelt euren Balkon mit unserer Anleitung in eine blühende Kräuteroase!

Was beim Gemüse die Tomate, ist bei den Kräutern das Basilikum! Kaum ein an­deres Kraut erfreut sich wohl so großer Beliebtheit in der Küche. Obwohl vor 20 Jahren in unseren Breiten noch gänzlich unbekannt und obwohl so wärme­bedürftig wie kaum ein anderes Küchenkraut, zählt Basilikum zur Basis-Aus­stattung von Balkonen und Terrassen. Die einjährigen Basilikums sind die Basilikums der italienischen Küche. Die meisten mehrjährigen bieten ganz andere Geschmacksaromen und eignen sich als Gewürz oder als wunderbar vollmundiger Kräutertee. Das Überwintern der mehrjährigen Arten gelingt nur auf hellen, aber kühlen Plätzen im Haus. Sonst kümmert die Pflanze vor sich hin. Doch zwei Haltungsformen von Basili­kum im Winter gelingen immer: eingemacht als Pesto oder getrocknet als Tee!

Basilikum Portrait aus "Kräuter richtig anbauen" von Andrea Heistinger/Arche Noah, die wichtigsten Eckdaten für euch, um Basilikum pflanzen zu können.

Die Fakten: Basilikum Portrait aus „Kräuter richtig anbauen“ von Andrea Heistinger/Arche Noah

 

Basilikum pflanzen im Garten

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal für das Pflanzen ist die Unterscheidung zwischen den einjährigen Arten (Ocimum basilicum) und den mehrjährigen Arten. Im Freiland kann Basilikum erst gesät werden, wenn die Temperatur des Bodens mindestens 15 °C beträgt. Daher wird Basilikum meistens vorgezogen. Basilikum ist ein Lichtkeimer. Die Aussaaten warm stellen (zwischen 13 und 25 °C) und nach zirka 2 Wochen büschelweise pikieren. Die Pflanzen im Garten im Abstand von 20 x 20 cm anbauen. Basilikum kann mehrmals beerntet werden und treibt aus den Blattachseln wieder sehr gut nach. Die nicht so wüchsigen roten und dunkelroten Sorten können auch dichter angepflanzt werden.
Das wärmeliebende Kraut gedeiht erst dann so richtig ertragreich im Freien, wenn auch die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 16 °C fallen. Daher gedeiht Basilikum in den meisten Regionen im Glashaus, im Hochbeet oder im Topf an einer Hausmauer am besten. In den Töpfen ist es auch besser vor Schnecken geschützt, die sich leider nur allzu gerne an den weichblättrigen aromatischen Pflanzen laben.

Bei der Pflege ist folgendes zu beachten: Basilikum liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Wassergaben, jedoch keine Staunässe. Die aus Indien und Afrika stammenden Sorten benötigen mehr Wärme, kommen aber mit weniger Wasser und weniger Nährstoffen aus als die bei uns gebräuchlicheren „italienischen“ Sorten.

Basilikum pflanzen im Topf/Kübel: Der Klassiker - ‚Genovese‘. Immer wieder an den Spitzen beernten, dann treibt das Basilikum gut durch.

Basilikum pflanzen im Topf/Kübel: Der Klassiker – ‚Genovese‘. Immer wieder an den Spitzen beernten, dann treibt das Basilikum gut durch.

Basilikum pflanzen im Topf/Kübel

Die kleinwüchsigen Sorten (Kleinblättriges Kugelbasilikum, Bubikopf-Basilikum) können auch schon im Balkonkistchen angepflanzt werden. Die anderen Sorten gedeihen in größeren Töpfen ertragreicher (Volumen mindestens 5, besser 10 Liter). Wichtig ist auch, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen. Die in den Supermärkten angebotenen Topfkräuter eignen sich nur für die Einmalernte: Die Pflanzen sind so dicht angebaut und das Erdvolumen so klein, dass sie sich nach der Ernte nicht wieder regenerieren.

Tipp für Basilikum aus: "Kräuter richtig anbauen" von Andrea Heistinger/Arche Noah
Die mehrjährigen Basilikums müssen in den meisten Regionen im Topf angebaut werden. Zum Überwintern können sie aus größeren Gefäßen auch in kleinere verpflanzt werden.

Arten- und Sortenvielfalt

Innerhalb der Gattung Basilikum gibt es ein- und mehrjährige Arten und Sorten. Auch die mehrjährigen Arten sind bei uns nicht winterhart. Die Sorten unterscheiden sich in der Wuchsform, in Blattgröße, Blattfarbe und Geschmack – von „Basilikum-typisch“ über leicht süßlich nach Anis und Lakritze über zimtig bis hin zu leicht pfeffrig. (Mehr Infos zu den verschiedenen Arten und Sorten findet ihr im Praxishandbuch „Kräuter richtig anbauen„)

Ernte

Will man regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Blätter ernten, ist es bei allen Basilikum-Arten wichtig, dass man die blühenden Triebspitzen immer wieder entfernt. So wachsen die Pflanzen buschiger, sind ertragreicher und bleiben länger beerntbar. Vor allem von den mehrjährigen Arten können die ganze Saison viele Blätter für den Frischverzehr geerntet werden. Am intensivsten schmecken alle Basilikums in den heißen Sommermonaten. Im Spätsommer/Frühherbst kann man dann die ganzen Pflanzen ernten (die mehrjährigen Pflanzen ganz zurückschneiden) und zu Pesto verarbeiten. Wer für den Winter Basilikum konservieren will, friert einzelne Blätter am besten ein. Kurz vor der Verwendung – noch gefroren – zerkrümeln.

Selbstgemachtes Kräuter-Pesto bringt auch im Winter schmackhafte Kräuter in die Küche. Das klassische italienische Basilikum ist die Sorte ‚Genovese‘, das Pesto-Basilikum mit dem „typischen“ Basilikum-Geschmack. Es gehört, wie das ähnlich schmeckende Salatblättrige Basilikum, das kleine Bubikopf-Basilikum oder das rote, etwas wärmebedürftigere ‚Basilikum rosso‘ zur einjährigen Art Ocimum basilicum.

Selbstgemachtes Kräuter-Pesto bringt auch im Winter schmackhafte Kräuter in die Küche. Das klassische italienische Basilikum ist die Sorte ‚Genovese‘, das Pesto-Basilikum mit dem „typischen“ Basilikum-Geschmack. Es gehört, wie das ähnlich schmeckende Salatblättrige Basilikum, das kleine Bubikopf-Basilikum oder das rote, etwas wärmebedürftigere ‚Basilikum rosso‘ zur einjährigen Art Ocimum basilicum.

Das Griechische Strauch-Basilikum hat kleine Blätter, kann ganzjährig beerntet werden und die Blätter behalten auch beim Trocknen ihren Geschmack – im Gegensatz zu einjährigen Genovese-Basilikums.

Fruchtfolge & Mischkultur

Basilikum ist ein guter Mischkulturpartner für Tomaten, Paprika und Melanzani. Sie haben die gleichen Temperatur-Ansprüche, zum Fuße der Tomaten-Pflanzen ist die Luftfeuchtigkeit höher, die Pflanzen verstärken sich gegenseitig in ihren Aromen und das Basilikum hält einige Pilzkrankheiten von den Tomaten ab (ein Garant gegen die Krautfäule ist es aber leider nicht).

Bewährte Mischkulturpartner: Basilikum und Tomate

Vielfalt in über 100 Sorten

  • Welche Erde benötige ich für meine Pflanze?
  • Welche sind die idealen Nachbarn für mein Kräutergewächs?
  • Wieviel Wasser braucht Basilikum?

Alles über den richtigen biologischen Kräuteranbau: im Garten, Topf und auf dem Balkon mit ausführlichen Portraits zu den besten Kräutern für Küche, Tees, Smoothies und Kräutersträuße findet ihr im Praxisbuch „Kräuter richtig anbauen“ von Andrea Heistinger/Arche Noah.