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Warmes Frühstück für Langschläfer: Drei Frühstücks-Quickies, für die sich das Aufstehen lohnt

In der Pfanne brutzeln die Eier, der Duft des aufkochenden Kaffees erfüllt die Luft und das frisch angesetzte cremige Porridge mit Früchten lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen: In der Theorie gibt es wohl keinen besseren Start in den Tag als ein ausgiebiges, warmes Frühstück.

Polenta like Marmeladebrot

Polenta-like Marmeladebrot für diejenigen unter uns, die schwer vom „typischen“ Frühstück loskommen. Foto: Rita Newman

In der Theorie wohlgemerkt – denn in der Praxis ist für viele das kuschelige Bett verlockender als der Herd, ein herzhaftes Gabelfrühstück muss schließlich auch erst zubereitet werden. Und seien wir ehrlich – so köstlich die morgendlichen Versuchungen von Rührei bis Milchreis auch klingen mögen, im Zweifelsfall drücken wir allzu gerne lieber noch einmal auf ‚Snooze‘ und geben uns dem süßen Schlummer hin.

Ein schnell verschlungenes belegtes Brot, eine Schüssel Frühstückszerealien, „Coffee-to-go“: Im Rennen um die besonders kostbaren Minuten am frühen Morgen bleiben die wertvollen Genussmomente des Frühstücks oft auf der Strecke. Dabei wusste schon unsere Oma, dass ein ausgewogenes Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Und damit hatte sie nicht Unrecht, darin sind sich Ernährungswissenschaftler heute weitgehend einig: Ein warmes Frühstück, das nicht nur aus Koffein und einfachen Kohlehydraten besteht, versorgt euch über viele Stunden mit Energie und hilft euch zum Beispiel, dem allseits bekannten Nachmittagstief zu entgehen.

Dass ein wohltuendes, ergiebiges Frühstück nicht immer auf Kosten unseres allmorgendlichen Schlummerrituals gehen muss, zeigt uns Julia Waldhart in diesen drei Frühstücks-Quickies aus ihrem neuen Buch Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück.

Ihr wollt eurem Wecker ein Schnippchen schlagen und trotzdem voller Energie in den Tag starten? Dann seid ihr bei unserer Auswahl an ruckzuck zubereiteten Rezepten genau richtig:

Matcha Tee-Couscous

Matcha Tee Couscous mit Erdbeeren

Matcha Tee-Couscous mit Erdbeeren. Foto: Rita Newman

Zutaten:

  • 300 ml Wasser
  • 1 TL Matcha-Pulver [im Reformhaus erhältlich]
  • 100 g Couscous
  • 10 Erdbeeren
  • 2 EL Reissüße [flüssig – kann auch durch Zucker oder andere Süßungsmittel ersetzt werden]

Zubereitung:

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und das Matcha-Pulver gut einrühren, sodass keine Klumpen entstehen. Den Herd ausschalten, den Couscous dazugeben, gut unterrühren und 3–4 Minuten quellen lassen. Die Erdbeeren in mundgerechte Stücke schneiden und mit der Reissüße unter den Couscous rühren, bis alles schön warm ist. Wer möchte, kann den Couscous vor dem Servieren noch mit frischen Erdbeeren garnieren.

Tipp:

Wer sich etwas gönnen will, reibt sonntags ein bisschen dunkle Schokolade über den Couscous, das gibt dem Gericht noch das gewisse Etwas.

Süße Frühstückssuppe

su¨sse Suppe

Süße Frühstückssuppe. Foto: Rita Newman

Zutaten:

  • 3/4 l Reismilch
  • 150 g Haferflocken
  • Rosinen
  • Leinsamen
  • Zimt, Vanillezucker oder Kokosflocken nach Belieben zum Verfeinern

Zubereitung:

Die Reismilch gemeinsam mit den Haferflocken in einen Topf geben und langsam erwärmen. Nach Belieben Rosinen und/oder Leinsamen als Einlage dazugeben. Wer möchte, kann nun noch mit Zimt, Vanillezucker oder Kokosflocken verfeinern.

Tipp:

Diese Suppe kann mit vielen verschiedenen Einlagen wie z.B. Kokosraspeln, Cranberrys, Chiasamen und Früchten serviert werden. Auch jegliche Art von Samen und Trockenfrüchten eignet sich bestens. Speziell die Trockenfrüchte verleihen der Suppe eine zusätzliche Süße. Zudem geben Trockenfrüchte und Samen dem Körper viel Energie und machen die Suppe damit zum perfekten Begleiter für den Start in den Tag!

Haferflockensuppe

… wie eine Schutzschicht für den Magen

Haferflockensuppe

Haferflockensuppe. Foto: Rita Newman

Suppenbasis:

Zutaten: 

  • 750 g Gemüse [nur Gemüse, das nicht gärt, also z.B. Zwiebeln, Karotten]
  • 250 g grobes Salz [gute Qualität]

Zubereitung: 

Suppenbasis

Suppenbasis. Foto: Rita Newman

Für diese Suppenbasis darf nur Gemüse verwendet werden, das nicht gärt. Kraut sollte zum Beispiel nicht verwendet werden. Typisches Suppengemüse wie Zwiebeln, Karotten, Pastinaken, Peterwurzen, Petersilie, Lauch, Sellerie, Knoblauch  usw. sind dafür sehr gut geeignet. Für eine italienische Suppenbasis kann man auch Tomaten, Basilikum und Oregano hinzufügen. Macht eure Auswahl davon abhängig, für welche Speisen ihr die Basis vorwiegend verwenden möchtet.

Für die Zubereitung der Suppenbasis das Gemüse sorgfältig waschen und in einer Küchenmaschine oder mit einem Pürierstab gut zerkleinern. Das Salz dazugeben und die Masse weiter pürieren, bis sie eine cremige Substanz hat und Salz und Gemüse gut vermengt sind. Die fertige Suppenbasis in zuvor mit heißem Wasser ausgewaschene Einweckgläser geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp:

Dieses Rezept eignet sich hervorragend dazu, auf Vorrat gekocht zu werden. Im Kühlschrank gelagert, ist die Suppenbasis mindestens 3 Monate haltbar. Nach Bedarf kann sie dann für Suppen und Saucen als Würzmittel verwendet werden.

Haferflockensuppe:

Zutaten:

  • 2 Karotten
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 50 g Haferflocken
  • 1 EL Mehl
  • 3/4 l Wasser
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Suppenbasis siehe Rezept [kann auch durch andere Suppengewürze wie Suppenwürfel oder Fonds ersetzt werden]
  • Pfeffer

Zubereitung:

Die Karotten schälen, waschen und klein raspeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Haferflocken gemeinsam mit den Karottenraspeln kurz anrösten. Das Mehl in einer Schüssel mit dem Wasser vermengen und in den Topf gießen. Die Suppe zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und ein paar Minuten köcheln lassen. Die Petersilie klein hacken und damit die Suppe abschmecken. Zum Schluss mit der Suppenbasis und etwas Pfeffer würzen.

Tipp:

Diese Suppe ist eine herrliche Schutzschicht für den Magen. Um sie noch besser verträglich zu machen, können die Haferflocken bereits am Vortag in Wasser eingeweicht werden.

Julia Waldhart: Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück. 70 süße und pikante Rezeptideen

Julia Waldhart: Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück. 70 süße und pikante Rezeptideen

Ob Frühaufsteherin oder Morgenmuffel, Aus-dem-Bett-Hüpfer oder motivierter Morgensportler – mit diesen Rezepten wird jeder munter!

Für alle, die morgens überhaupt nicht in die Gänge kommen, hat Julia Waldhart in ihrem einzigartigen Frühstücksbuch noch mehr Rezepte zusammengestellt, die selbst in schlaftrunkenem Zustand problemlos gelingen, zur Not auch mit der Zahnbürste im Mund

Doch auch diejenigen, die ihren Tagesbeginn gerne etwas opulenter gestalten und alle beneidenswerten Organisationstalente, die schon vor dem ersten Hahnenschrei voller Tatendrang mit dem Geschirr klappern, kommen hier voll auf ihre Kosten. Denn über 70 süße und pikante Verlockungen von Milchreis über Polenta bis hin zur würzigen Misosuppe erwarten sie in Mein gesundes, warmes Wohlfühlfrühstück