Foto: Nadja Hudovernik

Welchen Grundteig für welches Brot? Backgenuss-Expertin Christina Bauer verrät es

Ob die tägliche Semmel, das schmackhafte Wurzelbrot oder den köstlichen Pesto-Stern für zwischendurch: Legen Sie in Sachen Mehl wieder selbst Hand an! Mit Christina Bauers Anleitung wird das Brotbacken wieder zur entspannten und entspannenden Tätigkeit.

 

All you can eat – Essbares soweit das Auge reicht! Lebensmittelgeschäfte durchziehen die Straßen unserer Städte und jedes noch so kleinen Ortes und machen Nahrungsmittel zu einer allzeit präsenten und erhältlichen Ware. Dabei regieren in unseren Gefilden Zeit- und Kostenersparnis den (kulinarischen) Alltag der meisten Menschen. Brot zählt dabei zu den besonders leicht und günstig erhältlichen Lebensmitteln. Warum also sollte man sich im Meer der Angebote für die Rückkehr zum Ursprung entscheiden und Brot selbst backen? Weil es nicht nur qualitativ besser ist, sondern auch unvergleichlich gut schmeckt. Wer schon einmal selbst zubereitetes Brot aus dem warmen Ofen geholt und so den gesamten Wohnraum in eine duftende Wohlfühloase verwandelt hat, der will nie wieder anders genießen! Versprochen!

Beim Brotbacken geht es um mehr als ums selbstständige Kneten und Formen… Brotbacken ist eine Lebenseinstellung. Es geht darum, dem Essen im täglichen Treiben wieder die Wertigkeit und Zeit zu schenken, die es verdient. Wie leicht sich das mit einem vollgepackten Tagesplan vereinbaren lässt, zeigt euch unsere Autorin Christina Bauer in ihrem neuen Buch „Backen mit Christina“.

Teig

Selbst gemachter Teig bildet die Basis für unwiderstehliches Brot. Mit Christina Bauers Tipps gelingt dieser auf jeden Fall!

Starthilfe Teig: Welcher Grundteig für was?

Auch wenn es heute Dank diverser Food-Initiativen stetig neue Rezeptideen und moderne Kreationen in Sachen Brot gibt, bleiben die zwei Grundteige Germteig und Sauerteig die unangefochtene Spitze. Germteig wird vor allem für die Zubereitung von Weißbrot jeglicher Art verwendet, von der guten alten Semmel, über Ciabatta bis zum Baguette. Je nach Rezept variieren natürlich die Zutatenmengen. Beachtet werden sollte auf jeden Fall, dass zuerst die trockenen Zutaten vermischt, anschließend die Germ dazugebröselt und dann erst die flüssigen Zutaten (z.B. Wasser, Milch, Eier, Sauerteig, Honig) beigemischt werden. Für die Dauer des Knetens gilt: 8-10 Minuten sind optimal.

Sauerteig ist bei der Verarbeitung von Roggen ein MUSS, bei der Verwendung von Weizen- oder Dinkelmehl ein KANN. Die Zubereitung von Sauerteig ist einfach. Man benötigt dazu lediglich drei Zutaten: (Roggen-)Mehl, Wasser und Zeit. Von letzterem allerdings reichlich, genauer gesagt 5 Tage. Aber keine Angst! Damit ist natürlich nicht die aktive Arbeitszeit gemeint, sondern die Rastzeit, in der der Teig eigens zu gären beginnt. Für den perfekten Sauerteig à la Christina Bauer werden am ersten Tag 100 g Roggenmehl und 100 ml Wasser vermischt und anschließend 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelassen. In den drei darauffolgenden Tagen sollten jeweils 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser neu dazu verrührt werden. An Tag 5 heißt es dann backen. Und wie das duftet!

Kostprobe gefällig? Wer könnte darauf schon verzichten? Wir nicht! Und deshalb regen wir hier Gaumen und Augen mit einem besonders köstlichen Rezept aus „Backen mit Christina“ an.

Genusshilfe: Lungauer Bauernlaib

  Die Zutaten (für 2 Laibe):

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Der Geschmack Salzburgs in einen Laib gepackt: Der Lungauer Brotlaib. Foto: Nadja Hudovernik

  • 300 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenbrotmehl
  • 10 g Brotgewürz
  • 10 g Salz
  • 10 g frische Germ
  • 100 g Sauerteig (wie oben beschrieben)
  • 330 g lauwarmes Wasser
  • 2 Gärkörbe
  • Backzeit: 50 Minuten
  • Backtemperatur: 15 Minuten auf 250°C, die verbleibende Zeit auf 220°C

Die Zubereitung:

Wie bereits beschrieben, einen Germteig zubereiten und diesen zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig anschließend nochmals durchkneten und zu zwei Laiben formen. Diese in mit Roggenmehl bestaubten Gärkörbchen nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Brotlaibe in den vorgeheizten Backofen geben und laut bereits angegebener Temperatur backen. Tipp: Geben Sie Eiswürfel auf den Backofenboden. Der erzeugte Wasserdampf lässt das Brot besonders locker werden!

 

 

 

2628Die gesamte kulinarisch-bunte Sammlung an Mehlträumen finden Sie in Christina Bauers neuem Buch „Backen mit Christina“. Von B wie Bärlauchschnecke bis W wie Wurzelbrot hilft Ihnen unsere Brot-Fee ganz unkomplizierte Köstlichkeiten vom Ofen in Ihren Mund zu zaubern. Probieren auch Sie es aus und machen Sie das Brotbacken wieder zu einem fixen Bestandteil Ihres Alltags.